Sonntag, 5. Januar 2014

Der Versuch einer Antwort auf die Frage: Wie bekomme ich einen gesunden Eurasierwelpen?

In den vielen Jahren, in denen ich als unabhängiger Eurasierspezialist aktiv bin, ist diese Frage die wohl meistgestellte. Es vergeht keine Woche, in der ich nicht mindestens einen Anruf oder eine Mail erhalten, wo es genau um diese Frage geht. 
Zuerst einmal versuche ich immer, diese Frage zu präzisieren. Es geht letztendlich darum, dass die Welpeninteressenten eine Art Sicherheit dafür haben wollen, dass sie einen Eurasier erwerben, bei dem die Wahrscheinlichkeit, dass sich in seinem Leben eine schlimme Erbkrankheit einstellt, möglichst gering ist. 

Gleich vorweg: Eine 100%ige Sicherheit hierfür kann es gar nicht geben. 
Ich möchte aber darlegen, dass es sehr wohl eine Möglichkeit gibt, diese Wahrscheinlichkeiten für schlimme Erbkrankheiten zumindest im Rahmen bestimmter Möglichkeiten abzuschätzen – wie gesagt: ABZUSCHÄTZEN. 
Der Schlüssel hierzu sind Informationen über die Verwandten der Elterntiere. Mit der Quantität und v.a. der Qualität dieser Informationen steht und fällt eine Abschätzung des Risikos für Erbkrankheiten. (Nebenbei bemerkt: So eine Abschätzung macht im Prinzip auch jeder Arzt, der sie zu Krankheiten in ihrer Verwandtschaft befragt.) 
Stellen sie sich folgende Infos vor: 
 HD: x Schilddrüsen: x Krebs: x Magendrehung: x Knickrute: x Patella: x Besonderheiten:x 

Dies soll nur EIN unsollständiges Beispiel sein, WIE so eine Infosammlung aussehen könnte. Stellen sie sich weiter vor, sie haben diese Infos für eine große Anzahl von Verwandten des Vaters und der Mutter des Welpen, den sie zu kaufen beabsichtigen. Also z.B. für alle Geschwister und Halbgeschwister des Welpen, für alle Tanten, Onkeln, Halbtanten, Halbonkeln, Cousins, Cousinen, usw. usf. 
Wenn nun eine bestimmte Krankheit auf den Listen der Mutter UND des Vaters gehäuft auftritt, dann können sie davon ausgehen, dass die Chance, dass der Welpe auch an dieser Krankheit erkrankt, erhöht ist. Dies ist, das sei der Vollständigkeit erwähnt, nur eine grobe Aussage. Natürlich hängt es im Detail von der konkreten Krankheit ab, von ihrer Erblichkeit, aber auch davon, wie SCHWER so eine Krankheit tatsächlich ist bzw. sein kann. 
Sie werden nun fragen, wie sie an Infos dieser Art herankommen können. Dazu müssten sie, so wie ich das seit Jahren tue, unzählige Quellen im Internet (und nicht nur da) beobachten, auswerten, konsolidieren. Sie müssten mit Eurasierbesitzern und Züchtern im In- und Ausland in Kontakt stehen, die unter vielen Eurasierleuten kursierenden Merkmalslisten tauschen, gegenseitig kontrollieren, auf Korrektheit prüfen, etc. 

Kurzum, sie wären hoffnungslos überfordert. Aber dafür gibt es ja Vereine. Diese Vereine sollten ihren Züchtern genau diese Infos konsolidiert zur Verfügung stellen. Damit meine ich, dass eine breite Kontrolle dieser Daten gewährleistet ist. Wie man leicht sehen kann, hängt die Abschätzung eines Krankheitsrisikos auch von Informationen ab, die eben nicht nur von Zuchttieren stammen. 
Nicht alle z.B. Cousins eines Welpen sind in der Zucht. Aber auch die Infos über Krankheiten von nicht in der Zucht befindlichen Verwandten sind für die Abschätzung wichtig (normalerweise ist die Mehrzahl der Verwandten eines Tieres eben nicht in der Zucht). Und wenn ich erwähnt habe, dass ein Verein diese Infos KONSOLIDIERT den Züchtern zur Verfügung stellen sollte, dann meine ich damit, dass nicht nur Züchter sondern auch einfache Besitzer die Infos über ihre Hunde SELBST melden und auch SELBST kontrollieren können. 
Wie aber können sie wissen, ob ein Verein genau diese Infos einem Züchter zur Verfügung stellt? Fragen sie, lassen sie sich das zeigen. Und lassen sie sich die Aussagen, die ihnen ein Züchter macht, im Kaufvertrag bestätigen. Also z.B. eine Klausel im Kaufvertrag, die fixiert, dass der Züchter ausdrücklich bestätigt, dass z.B. die Krankheit Krebs sowohl auf Seiten der Mutter als auch auf Seiten des Vaters des Welpen zum Zeitpunkt des Deckaktes bei weniger als z.B. 3% der jeweiligen Verwandten bekannt war. 
Grundsätzlich sei gesagt, dass JEDE Aussage eines Züchters bezüglich der Sorgfalt der Zucht in Hinblick auf Risikominimierung in Sachen Erbkrankheiten im Kaufvertrag fixiert sein sollte. 
Bestehen sie auf Unterlagen, die zusammen mit dem Kaufvertrag an sie ausgehändigt werden. Und vergessen sie nicht, eine entsprechende Schadensersatzklausel im Vertrag zu fixieren, die den Fall, dass eine Aussage des Züchters nicht zutrifft, zu ihren Gunsten regelt. 

 Sie werden sich jetzt wahrscheinlich fragen, warum ich meine Erkenntnisse und meine Informationssammlung nicht einfach allen zur Verfügung stelle. 
Die Antwort ist einfach: Ich darf das nicht, da ich an die Regeln meines Vereines gebunden bin und ich loyal zu meinem Verein und den dort demokratisch verabschiedeten Regeln stehe. 
Gleichwohl darf mich jeder nach meiner GANZ PERSÖNLICHEN MEINUNG fragen. Aber meine persönliche Meinung erhebt natürlich keinen Anspruch darauf, der Weisheit letzter Schluß zu sein. Entscheiden muss letztendlich jeder Welpenkäufer selbst. Jeder Welpenkäufer hat eine andere Risikobereitschaft, eine für alle gültige Regel wäre also nicht seriös und zielführend.

Dienstag, 3. Dezember 2013

Wie vermeidet man Vereinsspaltungen? - Die salomonische Regel

Achtung SATIRE!!!!!

In der Vergangenheit kam es immer mal wieder zu Streiterein in Eurasiervereinen. Hier ein Vorschlag, der für alle Zeiten sicherstellen kann, dass es nicht immer und immer wieder zu Streit und Zank und Vereinsneugründungen kommt.

Man soll in die Satzung der Vereine folgenden Paragraphen aufnehmen:

§xx  Salomonische Regel

Wenn Frau A oder B, oder Herr M, N, O oder Herr Doktor P (hier sollte man die jeweiligen Meinungsführer eben einsetzen) einen Vorschlag machen oder einen Wunsch äussern bezüglich der Führung des Vereines oder in Belangen der Zuchtordnung, dann wird die Satzung solange komplett ausser Kraft gesetzt, bis der Vorschlag oder der Wunsch zur Zufriedenheit des Wünschenden oder Vorschlagenden erfüllt ist.

Montag, 13. August 2012

Danke an die Eurasierfreunde

Ich möchte hier einmal ein öffentliches DANKE an meine Eurasierfreunde im Tessin, in der Steiermark, in Südtirol und in Finnland aussprechen.
DANKE für die tollen Eurasierdaten, die ihr mir immer zur Verfügung stellt.

Mittwoch, 4. Juli 2012

Eurasierkritiker bei Facebook

Für alle, die einen Facebook Account besitzen und sich dort in einer Gruppe kritisch mit der Eurasierzucht auseinandersetzen möchten , habe ich eine Gruppe in Facebook gegründet.
Wer dort gerne mitmachen möchte, darf sich in Facebook an mich wenden.

Mittwoch, 23. Mai 2012

Der Eurasier des Jahrtausends

Am 20.5.2012 veranstalteten wir die private Spezialrassehundeshow für Eurasier “Jahrtausendeurasier” bei uns in Weil der Stadt / Merklingen. In unserem Garten vor dem Haus fanden sich 744 Eurasier ein, die alle den begehrten Titel “Eurasier des Jahrtausend” einheimsen wollten. 
Da ich davon überzeugt bin, dass es für einen Ausstellenden von Vorteil ist, wenn der Richter in einer verwandtschaftlichen Beziehung zu ihm steht, beschloss ich kurzerhand, selbst als Richter zu fungieren. 
Wir teilten die Hunde in genau 744 Gruppen ein. Die Teilnehmer konnten eine freiwillige Teilnahmegebühr direkt bei einem Pokalhändler einzahlen und sich dafür einen schönen Pokal aussuchen. Da in jeder Gruppe genau ein Hund war, war jeder Hund Gruppensieger seiner Gruppe, und zwar unangefochten. 
Diese Regelung hatte den Vorteil, dass ich als Richter so gut wie nichts zu tun hatte, da ja eh jeder Hund ein Sieger war. Den Besitzern war der Stolz über ihre super platzierten Hunde ins Gesicht geschrieben und keiner war enttäuscht. 
Dann kam der große Moment, den Jahrtausendsieger zu verkünden. Wie nicht anders erwartet, gewann den Titel unsere Briska zum Crutzen. Sie erreichte die bisher nie vergebene Beurteilung von super-hyper-ultra-archi-trans-vorzüglich.
Unter dem tosenden Applaus der Anwesenden nahm ich aus meiner Hand den Pokal für den besten Eurasier des Jahrtausends entgegen. Da der Titel des Eurasiers des Jahrtausend nun ja für 1000 Jahre vergeben ist, werden wir nächstes Jahr den Wettbewerb “Eurasier des Jahrzehntausend” veranstalten. Da die natürlichen Zahlen Gott sei Dank nach oben nicht beschränkt sind, können wir jedes Jahr einen Wettbewerb veranstalten und einfach eine Null an die Zahl anhängen. 
Dass die Gewinner immer aus meinem Hause kommen werden (zumindest solange wir Eurasier haben), tut der Veranstaltung gut zu Gesicht. Kein Teilnehmer wird so enttäuscht und jeder weiß von vorneherein, wer gewinnt. Die flexible Gruppeneinteilung sichert jedem Hund einen Siegertitel zu. 
Die stolzen Siegerhundebesitzer waren sich einig, dass es eine wunderschöne und gut organisierte Veranstaltung war, die sie auch im nächsten Jahr gerne wieder besuchen werden.

Wichtige Bemerkung der Autors: Da ich leider davon ausgehen muss, dass einige Leser diesen Bericht für bare Münze nehmen, weise ich ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei diesem Bericht um eine frei erfundene Satire handelt, die keinen Anspruch auf Realität erhebt.

Dienstag, 8. Mai 2012

Eurasisches Meinungsmonopol

Manchmal erlebt man Dinge, die man so nicht ganz glauben kann, da sie sich als so bizarr und irgendwie anachronistisch darbieten, dass einem im ersten Moment die Worte fehlen. 
Von so einem Erlebnis möchte ich berichten. 
 In einem Internetforum, in dem sich Eurasierliebhaber austauschen, habe ich vor vor kurzem einen Link auf eine Anzeige gepostet. In dieser Anzeige wurde ein Wurf einer Eurasierhündin angepriesen. Der Vater der Welpen war ein Wolfspitz. Als kurzen Kommentar habe ich dazu nur geschrieben, dass wohl erneut eine Neueinkreuzung in der Rasse stattgefunden hat.  In der Anzeige wurden auch einige Fotos gezeigt, die unter anderem die Hündin und ihre Welpen im Stroh zeigten. 
 Gleich der erste Kommentar auf meinen Beitrag sollte aufzeigen, wohin die Reise gehen sollte. Darin wurde kritisiert, dass es ich ja um keine Einkreuzung handelt, da dieser Wurf ja nicht unter der Kontrolle von einem der etablierten Vereine durchgeführt wurde. Es entspann sich eine Diskussion, in deren Verlauf unter anderem angedeutet wurde, dass ja dieser Wurf wohl aufgrund der Bilder von Welpen im Stroh niemals den korrekten Haltungsbedingungen entsprechen könnte. 
Alleine aufgrund dieser Fotos so etwas zu behaupten, erschien mir recht gewagt und ich habe dies auch so kommentiert. Da ich meinen Standpunkt sachlich aber bestimmt dargelegt habe und den Vorgriffen bzw. massiven Vorhaltungen anderer Meinungsmonopolisten wiederstanden habe, musste wohl ein Meinungspolizist eingreifen. 
Plötzlich wurde die Sache nicht mehr Gegenstand der Diskussion sondern es begannen persönliche Angriffe auf meine Person. Vorgetragen wurden diese von einer bezüglich Meinungsäusserung in Eurasierdingen stark voreingenommenen Person, die keine Scheu davor hat, Meinungen, die der ihren nicht entsprechen, mittels persönlicher Verunglimpfung der in ihren Augen nicht einsichtigen Person, zu diskreditieren. Da ich auf den ersten Angriff dieser Person noch eher beschwichtigend und deeskalierend reagiert habe, wurden sofort schwere Geschütze aufgefahren. Ich wolle mich nur profilieren, ich würde geifernd reagieren, etc. 
Damit nicht genug. Es wurde die gesamte Armee der eurasischen Meinungsmonopolisten aktiviert. Und es kam wie es kommen musste. Keiner, der in diesem Forum Anwesenden hatte den Mut, die Wahrheit zu benennen. Es ging und geht immer und immer wieder nur darum, Meinungen, die einer bestimmten Gruppe nicht genehm sind, mit allen Mitteln zu bekämpfen. 
Die Diskussion wurde vom Thema weg geführt und es ging nur noch darum, MEINE PERSON zu diskreditieren. Es wurde sich auch nicht gescheut, in privaten Nachrichten meine Person zu verunglimpfen. Der Administrator der Gruppe hat dann zu guter Letzt mich aus dem Forum entfernt. Dies tat er, obwohl jeder und somit auch er genau nachlesen konnte, dass ich es war, der als Person angegriffen wurde. Bezeichnend dann das Gejubel der Mitläufer, die den Sieg der allseits bekannten Meinungspolizisten frenetisch feierten. Wie gut, dass man in diesem Forum auch noch mit einem anderen Account Mitglied ist. 
Beschaut man sich diesen Vorgang in aller Ruhe, dann kommt man zu dem Schluss, dass Meinungsvielfalt und vor allem Toleranz in Dingen der Eurasierzucht wohl in den Augen einiger so gefährlich sein könnten, dass diese Gruppe alles daran setzt, andere Meinungen als die ihre auch mit Mitteln zu bekämpfen, die man in einer zivilisierten Gesellschaft nicht mehr vermuten würde. 
 Ich glaube allerdings fest daran, dass diese Methoden letztendlich genau das Gegenteil bewirken. Bezeichnend auch, dass die Zahl der Beiträge in dem Forum nach dem Vorfall deutlich zurückgegangen ist. Foren, in denen eurasische Meinungspolizisten für Ordnung sorgen, sind in der Regel leicht zu erkennen. Beiträge, die die Eurasierwelt kritisch hinterfragen, sind dort so gut wie nie zu finden. Ganz besonders auffällig ist auch, dass man grundsätzlich die Meinungsfreiheit als höchsten Gut proklamiert, aber eben nur so lange, wie es den Meinungspolizisten nicht für gefährlich für den Frieden in der Eurasierwelt erscheint. Spätestens dann wird eingeschritten - und zwar mit allen Schikanen.

Samstag, 21. April 2012

Satire: Nicht ganz ernst gemeinter Vorschlag, um in Zuchtvereinen vorwärts zu kommen

Erarbeiten sie sich einen Ruf in ihrem Verein derart, dass man alles, was sie sagen und vorschlagen, mit Sicherheit nicht tut.
Jetzt haben sie es leicht. Alles, was sie wollen, dass man unterlässt,schlagen sie einfach vor.
Supermethode- funktioniert tatsächlich.