Samstag, 22. August 2009

Dortmunder Appell - was kann man schon jetzt tun?

Der Dortmunder Appell für eine Wende in der Hundezucht weist nach rund 2 Monaten Laufzeit bereits 900 "öffentliche" Unterstützer aus. Erfreulicherweise sind darunter viele Züchter von Rassehunden. Bei dem Appell alleine darf es nicht bleiben, doch müssen konkrete Folgeaktionen sorgfältig geplant werden - und dies dauert seine Zeit.


Trotzdem kann bereits HEUTE etwas "für eine Wende in der Hundezucht" getan werden. Ich möchte alle Unterzeichner des Appells dringlichst bitten, in ihrem Einflußbereich, bei Freunden und Bekannten, für eine ANDERE Geisteshaltung beim Hundekauf zu werben. Es muss sich in den Köpfen der Rassehundekäufer einbrennen, dass nur der Züchter als absolut seriös gelten kann, der sich unabhängigen Kontrollen seiner Zucht nicht verweigert.
Wenn ich "unabhängig" schreibe, dann meine ich damit: Kontrollen, die von Instanzen "ausserhalb" des Zuchtvereines bzw. des Zuchtverbandes, dem der jeweilige Züchter angehört, durchgeführt werden. Alles andere ist nicht unabhängig, da die jeweiligen Zuchtvereine durch jeden Welpen, für den sie eine Ahnentafel ausstellen, einen unmittelbaren finanziellen Vorteil haben und damit ein Interessenskonflikt von vorne herein in der Luft liegt.
Da es bis heute KEINE feste Instanz für "unabhängige Kontrollen" gibt, sollte man sich an folgendem orientieren:
1. Im Qualzuchtgutachten finden Sie für die jeweiligen Rassen die rassetypischen Krankheiten. Jeder Züchter dieser Rassen sollte seinen Welpenkäufern mindestens nachweisen (durch ärztliche Atteste), dass die Eltern des Welpen frei von diesen Krankheiten sind.
2. Der Züchter sollte zu den Unterstützern des "Dortmunder Appells" gehören.


Wenn alle Unterstützer des "Dortmunder Appells" in ihrem Einflußbereich diese Verhaltensmaßregeln bewerben, dann hat der Appell schon jetzt einen ungeahnten Erfolg - wenngleich ich davon überzeugt bin, dass noch größere Erfolge folgen werden.