Montag, 13. August 2012

Danke an die Eurasierfreunde

Ich möchte hier einmal ein öffentliches DANKE an meine Eurasierfreunde im Tessin, in der Steiermark, in Südtirol und in Finnland aussprechen.
DANKE für die tollen Eurasierdaten, die ihr mir immer zur Verfügung stellt.

Mittwoch, 4. Juli 2012

Eurasierkritiker bei Facebook

Für alle, die einen Facebook Account besitzen und sich dort in einer Gruppe kritisch mit der Eurasierzucht auseinandersetzen möchten , habe ich eine Gruppe in Facebook gegründet.
Wer dort gerne mitmachen möchte, darf sich in Facebook an mich wenden.

Mittwoch, 23. Mai 2012

Der Eurasier des Jahrtausends

Am 20.5.2012 veranstalteten wir die private Spezialrassehundeshow für Eurasier “Jahrtausendeurasier” bei uns in Weil der Stadt / Merklingen. In unserem Garten vor dem Haus fanden sich 744 Eurasier ein, die alle den begehrten Titel “Eurasier des Jahrtausend” einheimsen wollten. 
Da ich davon überzeugt bin, dass es für einen Ausstellenden von Vorteil ist, wenn der Richter in einer verwandtschaftlichen Beziehung zu ihm steht, beschloss ich kurzerhand, selbst als Richter zu fungieren. 
Wir teilten die Hunde in genau 744 Gruppen ein. Die Teilnehmer konnten eine freiwillige Teilnahmegebühr direkt bei einem Pokalhändler einzahlen und sich dafür einen schönen Pokal aussuchen. Da in jeder Gruppe genau ein Hund war, war jeder Hund Gruppensieger seiner Gruppe, und zwar unangefochten. 
Diese Regelung hatte den Vorteil, dass ich als Richter so gut wie nichts zu tun hatte, da ja eh jeder Hund ein Sieger war. Den Besitzern war der Stolz über ihre super platzierten Hunde ins Gesicht geschrieben und keiner war enttäuscht. 
Dann kam der große Moment, den Jahrtausendsieger zu verkünden. Wie nicht anders erwartet, gewann den Titel unsere Briska zum Crutzen. Sie erreichte die bisher nie vergebene Beurteilung von super-hyper-ultra-archi-trans-vorzüglich.
Unter dem tosenden Applaus der Anwesenden nahm ich aus meiner Hand den Pokal für den besten Eurasier des Jahrtausends entgegen. Da der Titel des Eurasiers des Jahrtausend nun ja für 1000 Jahre vergeben ist, werden wir nächstes Jahr den Wettbewerb “Eurasier des Jahrzehntausend” veranstalten. Da die natürlichen Zahlen Gott sei Dank nach oben nicht beschränkt sind, können wir jedes Jahr einen Wettbewerb veranstalten und einfach eine Null an die Zahl anhängen. 
Dass die Gewinner immer aus meinem Hause kommen werden (zumindest solange wir Eurasier haben), tut der Veranstaltung gut zu Gesicht. Kein Teilnehmer wird so enttäuscht und jeder weiß von vorneherein, wer gewinnt. Die flexible Gruppeneinteilung sichert jedem Hund einen Siegertitel zu. 
Die stolzen Siegerhundebesitzer waren sich einig, dass es eine wunderschöne und gut organisierte Veranstaltung war, die sie auch im nächsten Jahr gerne wieder besuchen werden.

Wichtige Bemerkung der Autors: Da ich leider davon ausgehen muss, dass einige Leser diesen Bericht für bare Münze nehmen, weise ich ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei diesem Bericht um eine frei erfundene Satire handelt, die keinen Anspruch auf Realität erhebt.

Dienstag, 8. Mai 2012

Eurasisches Meinungsmonopol

Manchmal erlebt man Dinge, die man so nicht ganz glauben kann, da sie sich als so bizarr und irgendwie anachronistisch darbieten, dass einem im ersten Moment die Worte fehlen. 
Von so einem Erlebnis möchte ich berichten. 
 In einem Internetforum, in dem sich Eurasierliebhaber austauschen, habe ich vor vor kurzem einen Link auf eine Anzeige gepostet. In dieser Anzeige wurde ein Wurf einer Eurasierhündin angepriesen. Der Vater der Welpen war ein Wolfspitz. Als kurzen Kommentar habe ich dazu nur geschrieben, dass wohl erneut eine Neueinkreuzung in der Rasse stattgefunden hat.  In der Anzeige wurden auch einige Fotos gezeigt, die unter anderem die Hündin und ihre Welpen im Stroh zeigten. 
 Gleich der erste Kommentar auf meinen Beitrag sollte aufzeigen, wohin die Reise gehen sollte. Darin wurde kritisiert, dass es ich ja um keine Einkreuzung handelt, da dieser Wurf ja nicht unter der Kontrolle von einem der etablierten Vereine durchgeführt wurde. Es entspann sich eine Diskussion, in deren Verlauf unter anderem angedeutet wurde, dass ja dieser Wurf wohl aufgrund der Bilder von Welpen im Stroh niemals den korrekten Haltungsbedingungen entsprechen könnte. 
Alleine aufgrund dieser Fotos so etwas zu behaupten, erschien mir recht gewagt und ich habe dies auch so kommentiert. Da ich meinen Standpunkt sachlich aber bestimmt dargelegt habe und den Vorgriffen bzw. massiven Vorhaltungen anderer Meinungsmonopolisten wiederstanden habe, musste wohl ein Meinungspolizist eingreifen. 
Plötzlich wurde die Sache nicht mehr Gegenstand der Diskussion sondern es begannen persönliche Angriffe auf meine Person. Vorgetragen wurden diese von einer bezüglich Meinungsäusserung in Eurasierdingen stark voreingenommenen Person, die keine Scheu davor hat, Meinungen, die der ihren nicht entsprechen, mittels persönlicher Verunglimpfung der in ihren Augen nicht einsichtigen Person, zu diskreditieren. Da ich auf den ersten Angriff dieser Person noch eher beschwichtigend und deeskalierend reagiert habe, wurden sofort schwere Geschütze aufgefahren. Ich wolle mich nur profilieren, ich würde geifernd reagieren, etc. 
Damit nicht genug. Es wurde die gesamte Armee der eurasischen Meinungsmonopolisten aktiviert. Und es kam wie es kommen musste. Keiner, der in diesem Forum Anwesenden hatte den Mut, die Wahrheit zu benennen. Es ging und geht immer und immer wieder nur darum, Meinungen, die einer bestimmten Gruppe nicht genehm sind, mit allen Mitteln zu bekämpfen. 
Die Diskussion wurde vom Thema weg geführt und es ging nur noch darum, MEINE PERSON zu diskreditieren. Es wurde sich auch nicht gescheut, in privaten Nachrichten meine Person zu verunglimpfen. Der Administrator der Gruppe hat dann zu guter Letzt mich aus dem Forum entfernt. Dies tat er, obwohl jeder und somit auch er genau nachlesen konnte, dass ich es war, der als Person angegriffen wurde. Bezeichnend dann das Gejubel der Mitläufer, die den Sieg der allseits bekannten Meinungspolizisten frenetisch feierten. Wie gut, dass man in diesem Forum auch noch mit einem anderen Account Mitglied ist. 
Beschaut man sich diesen Vorgang in aller Ruhe, dann kommt man zu dem Schluss, dass Meinungsvielfalt und vor allem Toleranz in Dingen der Eurasierzucht wohl in den Augen einiger so gefährlich sein könnten, dass diese Gruppe alles daran setzt, andere Meinungen als die ihre auch mit Mitteln zu bekämpfen, die man in einer zivilisierten Gesellschaft nicht mehr vermuten würde. 
 Ich glaube allerdings fest daran, dass diese Methoden letztendlich genau das Gegenteil bewirken. Bezeichnend auch, dass die Zahl der Beiträge in dem Forum nach dem Vorfall deutlich zurückgegangen ist. Foren, in denen eurasische Meinungspolizisten für Ordnung sorgen, sind in der Regel leicht zu erkennen. Beiträge, die die Eurasierwelt kritisch hinterfragen, sind dort so gut wie nie zu finden. Ganz besonders auffällig ist auch, dass man grundsätzlich die Meinungsfreiheit als höchsten Gut proklamiert, aber eben nur so lange, wie es den Meinungspolizisten nicht für gefährlich für den Frieden in der Eurasierwelt erscheint. Spätestens dann wird eingeschritten - und zwar mit allen Schikanen.

Samstag, 21. April 2012

Satire: Nicht ganz ernst gemeinter Vorschlag, um in Zuchtvereinen vorwärts zu kommen

Erarbeiten sie sich einen Ruf in ihrem Verein derart, dass man alles, was sie sagen und vorschlagen, mit Sicherheit nicht tut.
Jetzt haben sie es leicht. Alles, was sie wollen, dass man unterlässt,schlagen sie einfach vor.
Supermethode- funktioniert tatsächlich.

Mittwoch, 28. März 2012

Eurasier und Jagdtrieb / Jagdneigung

Der Link für die Umfrage wurde in 2 Eurasier - Facebookgruppen bekannt gemacht.
Die Mitglieder dieser Gruppen sind nach meiner Auffassung eine gute Mischung aus Vereinsmitgliedern und Nichtvereinsmitgliedern. Die Vereinszugehörigkeiten sind, soweit ich das beurteilen kann, auch nicht auf einen oder wenige Verein konzentriert.
Ich glaube, dass das Ergebnis der Umfrage aufgrund der Ausgewogenheit des Teilnehmerkreises, eine gute Stichprobe über die Mitglieder der FB Gruppen darstellt.
Da die Facebookgruppen selbst, nach meiner Meinung, auch einen guten Querschnitt über die Eurasierbesitzer widerspiegeln, halte ich das Ergebnis in gewissen Rahmen durchaus für repräsentativ.
In der Umfrage wurde ausdrücklich nach der EIGENEN Bewertung der Jagdneigung des jeweiligen Eurasiers gefragt. Die Skala reichte von 1 (= Jagdneigung nicht vorhanden) bis 7 (=extreme Jagdneigung).

Gerade für Erstinteressenten für einen Eurasier sind die Einschätzungen von Eurasierhaltern eine wichtige Beurteilungsgrundlage, ob ein Eurasier für sie geeignet ist. Man stelle sich die Überraschung vor, die einem Neubesitzer eines Eurasiers bereitet wird, wenn ihr Hund plötzlich aufgrund der Sichtung eines Rehes durchgeht und der Erstbesitzer davon ausgegangen ist, dass ALLE Eurasier grundsätzlich keine Jagdneigung aufweisen.

In meinem Verein, dem EKW, wurde vor nicht langer Zeit eine umfassende Umfrage zum Verhalten der Eurasier gemacht. Die Ergebnisse dieser Umfrage werden sicher in absehbarer Zeit in unserer öffentlich zugängigen Vereinszeitung (der EP - Eurasierpost) veröffentlicht. Dort wurde auch über die Jagdneigung der Eurasier gefragt. Man kann also gespannt sein, ob die Befragung in meinem Verein eine ähnliche Tendenz zeigt, wie die kleine Befragung in den 2 FB - Gruppen.

Wen man sich den FCI Standard des Eurasiers anschaut (siehe Link), dann steht dort: OHNE Jagdtrieb.
Wir besitzen im Moment 2 Eurasierhündinnen und hatten davor ebenfalls eine Eurasierhündin. Alle 3 Hündinnen waren bzw. sind ganz sicher NICHT OHNE Jagdtrieb. Sobald ein Reh oder eine Katze in SICHT ist, gehen bei unseren beiden aktuellen Hündinnen alle Sicherungen durch. Das war bei der Vorgängerin nicht anders.
Die kleine Umfrage scheint dies durchaus zu bestätigen, geben doch nur 6.5 % der Teilnehmer an, dass bei ihren Eurasiern die Jagdneigung gar nicht vorhanden ist.

Es stellt sich die Frage, ob die Angabe im Standard "OHNE JAGDTRIEB" tatsächlich gerechtfertigt ist. Kommt man zu dem Ergebnis, dass die Angabe "OHNE JAGDTRIEB" nicht gerechtfertigt ist, dann bin ich der Meinung, dass man den Standard anpassen sollte.


Übersicht Jagdneigung Eurasier

Samstag, 17. März 2012

Hundewitz des Tages

Ein Mann ruft bei der Polizei an und sagt: " Bitte kommen Sie schnell. Da sitzt ein Postbote auf einem Baum in meinem Garten und ärgert meinen Pitbull."

Mittwoch, 14. März 2012

Eine Verwandte unserer Briska in Österreich


Wie schön es doch sein kann, sich auf die Suche nach Verwandten seines Hundes zu machen.
Briskas Papa ist ein Schweizer, Dream vom Rychenberg.
Und Dream ist auch der Vater des B-Wurfes von den Wolfswiesen.
Und siehe da, Benny von den Wolfswiesen, ein Halbbruder unserer Briska ist der Vater einer in Österreich lebenden Schönheit, Isabelle Inegra von Massow Krumau.
Hier gehts zu ihrem Steckbrief: http://eurasier.meinehomepage.com/nav_steckbrief.php

Viele Grüße sendet Briska an die liebe Halbnichte.

Dienstag, 13. März 2012

Fanatismus in der Hundezucht


In den vielen Jahren, die ich mich mit der Eurasierzuchtwelt beschäftige, sind mir immer wieder Menschen begegnet, die in die Fanatismusfalle getappt sind.
Wenn man in Hundezuchtangelegenheiten nur noch eine Meinung als „zulässig“ propagiert, dann nenne ich dies Fanatismus.
Wenn man Andersdenkende in z.B. Facebookgruppen ohne Auseinandersetzung mit deren Meinung als „gefährlich“ bezeichnet, dann nenne ich das Fanatismus.
Wenn man Züchter, die NICHT in bestimmten Vereinen oder Verbänden züchten, grunsätzlich als Wildzüchter, Schwarzzüchter, Vermehrer usw. usf. bezeichnet, NUR eben WEIL diese Züchter NICHT in besagten Vereinen oder Verbänden züchten, dann nenne ich das Fanatismus.

Wie kommts?

Es lohnt,einen Blick darauf zu werfen, wie Fanatismus in Hundezuchtangelegenheiten zustande kommt, da das Wissen darüber davor bewahren kann, in die Fanatismusfalle zu tappen. Das gemeine an der Sache ist, dass man oft ohne jegliche Schuld in diese Falle tappt.
Die Gefahr beginnt schon, wenn ein Interessent sich damit auseinandersetzt, sich einen Hund zu kaufen. In unserer vernetzten Welt ist in nahezu allen Fällen das Internet zumindest ein wichtiger Informationsfaktor. Die Interessenten versuchen,  über die diversen Internetseiten an einer Züchter oder einem Verein zu gelangen. Dabei ist in der Regel nicht das Wissen über Zuchtangelegenheiten das Entscheidende. 
In vielen Fällen entscheidet „der Bauch“ darüber. Gefällt einem das Umfeld, die Bedingungen, unter denen der jeweilige Züchter eben züchtet, auch persönliche Sympathie kann oft entscheiden, nicht zu vergessen sind auch Empfehlungen von Freunden und Bekannten. Dies ist an sich nicht das schlechteste Vorgehen, wenn es da nicht bereits die Gefahr gäbe, an Fanatiker zu geraten.
Gefahr ist nach meiner Auffassung schon geboten, wenn ein Züchter SEHR BETONT auf seinen Verein oder Verband hinweist. Noch gefährlicher wird es, wenn gar andere Vereine oder Verbände oder auch nichtorganisierte Züchter explizit diskreditiert werden. Höchste Gefahr ist geboten, wenn einem Interessenten gegenüber, der ja in der Regel kein detailliertes Wissen über Zucht besitzt, Methoden aus der neurolinguistischen Programmierung angewendet werden. Welchen Sinn machen rhetorische Fragen an einem mit der Materie nicht Vertrauten, die Phrasen enthalten wie: „Es ist doch jedem vollkommen klar...“, „Sie werden wohl nicht widersprechen...“, „Da sind sie mit mir doch einer Meinung,.....“.
Die Gefahr, jetzt nahezu allem, was das Gegenüber von sich gibt, zu zustimmen, ist extrem.

Wie sich schützen?

Das wirklich fatale an der Sache ist, dass diese Methoden bei Menschen, die die Methoden NICHT kennen, in den meisten Fällen tatsächlich wirken. Alleine das Wissen um diese Methoden kann einem davor bewahren, dem Gegenüber auf dem Leim zu gehen.
Tappt man allerdings in so eine Falle, dann ist es ungemein schwer, daraus wieder zu entkommen. Man wäre ja plötzlich in der Situation, dass man WIDERSPRECHEN würde.
Mit dem Wissen um diese Methoden ist es kein Problem sich elegant zu wehren. Auf Phrasen der obigen Art (und vergleichbaren, oft noch viel raffinierteren Ansprachen) ist es keine Schande zu antworten, dass man „noch keine Meinung dazu hat und sich diese erst bilden muss.“ oder  „Das mag ihnen klar sein, ich bin da noch Laie.“, oder „Ob ich widerspreche, hängt davon ab, welche Meinung ich mir bilde.“.
Fanatiker kann man mit so gearteten Antworten oft recht schnell entlarven, denn sie werden in den meisten Fällen jetzt eine plötzliche Distanz zeigen, die im direkten Widerspruch zu der oft überfreundlichen Behandlung zu Beginn des Kontaktes steht.
Gute Züchter, die mit Herz, Verstand, Tierliebe, hoher Kompetenz und Überzeugung arbeiten, haben diese Tricks nicht nötig. Sie werden offen und bereitwillig von sich aus Auskunft geben, das Umfeld zeigen, die Tiere an die Interessenten ranlassen und in den meisten Fällen spürt man die Begeisterung dieser Menschen für ihre Tiere. Diese Züchter haben es nicht nötig, mit ihrem Verein oder Verband zu trumpfen oder gar andere Züchter, Verbände oder Vereine zu diskreditieren. Sie überzeugen durch das, was sie dem Interessenten zeigen und offen legen. Das soll nicht heissen, dass ein Züchter nicht auf seinen Verband oder Verein stolz sein darf, im Gegenteil, den besten Dienst für seinen Verein oder Verband erweist so ein Züchter dadurch, dass er seine Welpeninteressenten von SICH und seinen Tieren aber auch von seinen Ansichten zur Zucht und zum Tierschutz überzeugt, nicht von seinem Verein oder Verband.
Vor der Fanatismusfalle kann natürlich, und das darf nicht unerwähnt bleiben, auch und gerade fundierte Sachkenntnis bewahren. Damit ist für die Interessenten allerdings die Mühe verbunden, sich Sachkenntnisse anzueignen. Es muss nicht sein, dass man sich vor dem Kauf eines Rassewelpen zum Zuchtexperten weiterbildet. Aber einige wenige Grundkenntnisse sind in jedem Falle hilfreich. Grundkenntnisse über Tierschutz und artgerechte Haltung sollte man sich in jedem Falle aneignen. Hat man bereits einige Rassen in der engeren Auswahl, dann ist es sinnvoll, sich über die rassespezifischen Krankheiten zu informieren und so auch in der Diskussion mit dem Züchter zeigen, dass man es ernst meint mit der Rasse. Gute Züchter werden nach meiner Meinung dies sogar begrüßen und kompetent fördern.

Was tun, wenn man in die Fanatismusfalle gegangen ist?

Hier tut sich eine Art Katze-Schwanz-Problem auf. Wie soll ein Fanatiker erkennen, dass er in eine Fanatismusfalle getappt ist? Dies OHNE Hilfe von Dritten zu erkennen, ist nach meiner Meinung nahezu unmöglich.
EINE Möglichkeit allerdings könnte sich ergeben, wenn man sieht, dass die Ansicht, die man so fanatisch vertritt, irgendwie nicht so recht den Rest der Welt begeistert. Wenn man wahrnehmen muss, dass um einen herum tatsächlich auch andere Ansichten in der Zuchtwelt Erfolg haben, dann könnte man eine Chance haben, zu erkennen, dass man in einer Falle sitzt.
Es darf nicht unerwähnt bleiben, dass Fanatismus auch die Wahrnehmung einschränken kann. Dies passiert umso eher, je mehr man sich NUR mit gleichgeschalteten Fanatikern umgibt. Dann wird schnell „der Rest der Welt“, der NICHT die eigene Meinung vertritt, zum „bösen Feind“.
Ansonsten sehe ich keine reelle Chance, ohne Zuspruch von Dritten aus dieser Falle zu entkommen. 

Fazit:
Fanatismus in der Hundezucht ist, wie in allen Fällen von Fanatismus, letztendlich gefährlich. Nicht nur für die vom Fanatismus gefangene Person ist es eine Gefahr für die eigene Persönlichkeitsentwicklung, es ist auch eine Gefahr für die Rassehundezucht an sich. 
Ich habe aufgezeigt, dass die Gefahr, in die Fanatismusfalle zu tappen und selbst zum Fanatiker zu werden, bereits anfängt, wenn man sich nach einem Hundewelpen umschaut. Gerät man einem Fanatiker in die Fänge, so ist es ohne entsprechende Kenntnisse nahezu unmöglich zu entkommen. Mit dieser Methode festigen Fanatiker ihre eigene Stellung, man scharrt Anhänger um sich.
Gerade für Ersthundekäufer ist die Gefahr riesig, da das entsprechende Fachwissen normalerweise fehlt und man so ein leichtes Ziel für entsprechende Fanatiker bietet.

Sonntag, 11. März 2012

Bucher an EKW Vorstand - Mayday,Mayday

Nachdem ich am 24.2.2012 via Mail einige Fragen an meinen Vorstand gestellt habe und am 5.3.2012, nachdem ich keine Antwort bekommen habe, noch einmal an mein Mail erinnert habe und ich bis heute noch immer keine Antwort bekommen habe, mache ich mir Sorgen.
ICH BITTE UM EIN LEBENSZEICHEN DES Vorstandes!!

Adlin de Brevis - Eurasierhündin - 3 Jahre

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Briska zum Crutzen - Eurasierhündin - 11 Jahre

Mittwoch, 7. März 2012

Die Rasse Eurasier auf gutem Weg?


In den letzte 5-8 Jahren hat sich die Zuchtwelt der Hunderasse Eurasier stark verändert. Wie man z.B. hier sieht
(http://www.vdh.de/welpenstatistik-liste.html?suche=&sort=Rasse&go=Go%21), ist die Zahl der Eurasierwelpen, die in den 3 VdH Vereinen erzüchtet werden, stark zurückgegangen.
Immer wieder in den letzten Jahren gab es Abspaltungen von den VdH-Vereinen. Gruppen von Züchtern und Haltern waren wohl mit der Vereinspolitik nicht zufrieden und haben neue Klubs gegründet. Diese Klubs sind nach meinem Wissen nicht Mitglied im VdH. Trotzdem züchten diese Klubs wohl erfolgreich Eurasier.
Da ich das Zuchtgeschehen, soweit dies möglich ist, vor allem im Internet aufmerksam verfolge, wage ich die Einschätzung, dass trotz des Rückgangs der Gesamtwelpenzahlen in den VdH Eurasiervereinen die Zahl der jährlich zur Welt kommenden Eurasierwelpen nicht gesunken sondern sogar gestiegen ist.
Diese Einschätzung kommt zustande durch Beobachtung der Veröffentlichungen der Nicht-VdH Vereine einerseits und der aufmerksamen Verfolgung diverser Anzeigenportale im Hinblick auf angebotene Eurasierwelpen.
Ich habe selbst erlebt, dass eingefleischte VdH Vereinsfunktionäre einfach sagen, dass Eurasier, die nicht in einem VdH Verein gezüchtet wurden, ganz einfach keine Eurasier sind selbst wenn beide Elterntiere aus VdH Vereinen stammen. Selbsttäuschung bzw. Eigenkonditionierung ist eine berechtigte Strategie der Spezies Mensch. Ob in diesem Falle allerdings diese Eigenkonditionierung irgendjemanden interessiert, darf angesichts der Erfolge von Nicht-VdH Eurasierzüchtern stark bezweifelt werden. Letztendlich kommt es ja darauf an, was den Eurasierwelpeninteresenten wichtig ist - und wenn meine Schätzung zutrifft, dass zwar die Zahl der Eurasierwelpen innerhalb von VdH Vereinen abgenommen hat, die Gesamtzahl der Eurasierwelpen aber wohl eher zugenommen hat, dann kommt man zu der Einsicht, dass es für die Eurasierkäufer wohl nicht so wichtig ist, aus welchem Verein bzw. welchem Verband die Welpen stammen.
Es steht natürlich den VdH Vereinen frei, diese naheliegende Vermutung nicht gebührend zur Kenntnis zu nehmen. Mir stellt sich allerdings die Frage, ob dies auf mittlere bis lange Sicht nicht letztendlich zur Bedeutungslosigkeit der VdH Vereine führt.

Sieht man diese Entwicklung allerdings aus der Sicht der Rasse Eurasier als Gesamtheit, dann glaube ich, dass die geschilderte Entwicklung der Rasse zum Vorteil gereichen kann. Gab es bisher 3 tonangebende Zuchtvereine (die 3 VdH Vereine), so kommen nun neue Vereine (Nicht-VdH Vereine) zum Zug. Jeder dieser Vereine ist laut seinen Satzungen der Gesundheit der Tiere verpflichtet.
Es besteht die Chance, VdH Tiere mit Nicht VdH Tieren zu verpaaren. VdH Tiere, die aus verschiedenen VdH Vereinen kommen, können öfter miteinander verpaart werden. Alles in allem sind die Chancen zur Diversifizierung gewachsen. Damit kann sich der Genpool stärker durchmischen, die genetische Vielfalt kann zunehmen. Man könnte sogar arg polemisch sagen, dass die Chancen für die Rasse als Gesamtheit mit der Uneinigkeit der Vereine und innerhalb der Vereine und den daraus resultierenden Zuchtvereinsneugründungen immer besser werden.
Verschiedene Ansichten in den Zuchtprinzipien müssen für eine Rasse nichts schlechtes bedeuten solange man die Gesundheit der Zuchttiere vernünftig bewertet und zur Grundlage von Zuchtentscheidungen macht. Nicht die Ansicht eines oder weniger Züchter ist die für alle Zeit richtige, die kluge Synthese vieler Ansichten bzw. deren gleichberechtigtes Nebeneinander ist nach meiner Meinung der richtige Weg, eine Hunderasse in eine gute Zukunft zu führen. Wenn dies nur durch Zuchtvereinsneugründungen möglich ist und nicht innerhalb eines Vereines, dann kann man durchaus den Standpunkt vertreten, dass zum Wohle der Rasse Eurasier noch viele Vereine gegründet werden sollen.
Dass mit dem Erfolg von neugegründeten Vereinen die Bedeutung von bestehenden Vereinen zwingend sinken muss, sehe ich nicht als unvermeidbare Konsequenz. Es kommt auf die jeweiligen Vereine an, die Realitäten richtig zu bewerten und entsprechend zu reagieren. Wenn Vereine aufgrund von Abspaltungen Einbußen in Form von z.B. rückläufigen Welpenzahlen haben, dann kommt es darauf an, ob sie einerseits in der Lage aber auch andererseits gewillt sind, den Ursachen auf den Grund zu gehen und den Ursachen entgegen zu wirken.

Dienstag, 28. Februar 2012

Vorschläge für zukunftsfähige Zuchtvereine


Ein Problem bei Zuchtvereinen sehe ich grundsätzlich in der Materie ZUCHT selbst verankert. Es gibt wohl kaum 2 Züchter einer Hunderasse, die in ALLEN Punkten bzgl. Zucht übereinstimmen. Damit sind schon Vormachtskämpfe programmiert. Wer kann SEINE Ansichten am Besten durchsetzen? Wie kann man Verbündete FÜR seine Ansichten gewinnen? Wer als Züchter viele Welpenkäufer in den Verein bringt, der wird über kurz oder lang einen Fanclub FÜR seine Ansichten aufbauen. Aus der Sicht der Züchter könnte man also meinen, dass es nur darauf ankommt, dass man viele Welpen absetzt, die Käufer in den Verein holt, diese Neumitglieder dann möglichst so betreut, dass sie einem das Wort reden und man so als Züchter seine Vormachtstellung im Verein ausbaut.
Damit sind aber schon Diskrepanzen vorprogrammiert. Warum sollten gerade die Ansichten eines zahlenmäßig erfolgreichen Züchters die Richtigen sein?
Die Züchter aber sind nur das eine Problem. Auch an anderen Stellen eines Zuchtvereines kann es zu Reibungspunkten kommen, die auf Dauer einen Verein nicht nur zermürben sondern eventuell sogar handlunsunfähig machen. Genannt seien hier ohne Anspruch auf Vollständigkeit die Bereiche Aussendarstellung, Werbung, Zuchtförderung, Zuchtauswahl, Zuchtplanung, Mitgliederbetreuung,  Zuchtregularien.
Je größer ein Zuchtverein wird, desto länger wird die Liste der Aufgaben, die so ein Verein abzuarbeiten hat.
Wer nun glaubt, all diese Aufgaben könnten in einem größeren Zuchtverein erfolgreich durch einen Vorstand von sagen wir mal 5 Personen abgehandelt werden, der glaubt an wahrhaft übermenschliche Leistungen, die in der Realität so gut wie nie zu erbringen sind.
Wer auf der anderen Seite denkt, die Mitgliederversammlung oder ein Gremium, das an deren Stelle als Abgeordnetenhaus der Mitglieder fungiert, könne all die anfallenden Aufgaben und Entscheidungen regeln bzw. vorrausschauend regulieren, der verkennt die Brisanz mancher Problematiken, die keine schwerfällige parlamentarische Regelung vertragen.In vielen Fällen müssen tagesaktuelle Entscheidungen getroffen werden, die keiner langen Diskussion zugängig sind, da sonst in unserer schnelllebigen Zeit Chancen vertan werden bzw. Entwicklungen verschlafen werden.
In größeren Zuchtvereinen sehe ich den besten Weg, diesen Herausforderungen gerecht zu werden, darin, die Vorstandschaft des Vereines mit jeweils einen Vorstand pro Resort auszustatten und diesem jeweiligen Ressortvorstand in seinem Ressort weitestgehende Autonomie zu gewähren - und zwar auch satzungsmäßig.
Die passende Ressortaufteilung ist sicher die Kunst eines erfolgreichen Vereins.
Man mag nun sagen, viele Köche verderben den Brei. Dieser Spruch ist dann sicher richtig, wenn alle Köche gleichzeitg am selben Gericht arbeiten. Aber wenn sich ein Koch auf den Salat, ein anderer auf das Dessert und wieder ein anderer auf das Hauptgericht konzentriert, dann stimmt dieser Satz eben nicht mehr.
Ein weiterer Punkt, der in großen Zuchtvereinen immer wieder zu Reibereien führen kann, besteht in den Zuchtregularien und den damit verbundenen Ämtern. Zuchtwarte, Zuchtrichter, Körmeister, Zuchtregler und noch viele andere Bezeichungen findet man in Zuchtvereinen. In meist komplexen Regelwerken werden Vorraussetzungen niedergeschrieben, WIE Zucht im Verein erfolgen sollte. Wenn sie in diesen Regularien immer wieder Ausdrücke wie "... in begründeten Fällen kann der Oberzuchtnichtverantwortliche eine Ausnahme von dieser Regel gewähren.....", dann ist dies für mich schon ein nahezu sicheres Zeichen, dass dieses Regelwerk nicht das Papier wert ist, auf dem es geschrieben ist.
In vielen Satzungen bzw. Zuchtordnungen finden sich Voraussetzungen, die ein Anwärter für die Ausbildung auf ein Zuchtamt hin erfüllen soll. Nicht selten wird vorausgesetzt, dass der Anwärter selber eine gewisse Anzahl von Würfen der Rasse in seiner eigenen Zuchtstätte erfolgreich aufgezogen hat. Kann es sein, das in ihrem Zuchtverein ein Amtsträger existiert, der eine oder mehrere Voraussetzungen gar nicht erfüllt?  Aber ich bin mir sicher, dass dann in ihrer Satzung oder einer Ordnung eine Ausnahmegewährungsklausel wie oben erwähnt verankert ist.
Mir stellt sich nun die Frage, ob die so gestrikten Ordnungen, die z.T. nahezu unerfüllbare Sollvorraussetzungen enthalten, nicht in erster Linie dazu dienen sollen, "unerwünschte" Personen von der Erlangung eines Zuchtamtes auszuschliessen. Den Erwünschten kann man ja dann ganz satzungskonform eben eine Ausnahme gewähren und alles hat seinen guten Gang.-zumindest vordergründig.
Alleine die Tatsache, dass hier Autoritäten installiert werden, die AUSNAHMEN VON REGELN erlauben dürfen, ist für mich ein Zeichen dafür, dass Streit praktisch programmiert ist. Das Schlimmste, was nun einem Zuchtverein passieren kann, ist, dass er einen Teil seiner Züchter verliert, weil  dieser Teil der Züchter nicht mit den Regeln bzw. den gewährten Ausnahmen einverstanden ist und diese Gruppe keine Mehrheiten im Verein auf sich vereinen kann.
Dieser Gefahr begegnet man nach meiner Meinung einfach damit, dass im Verein NIEMAND über die Zuchttauglichkeit eines Tieres entscheiden darf. Der Verein möge zwar die Regeln aufstellen, welche medizinischen Vorraussetzungen vorliegen müssen, damit ein Hund zuchttauglich ist, der Verein möge es aber unterlassen, die Auswertung dieser Regeln auch nur im geringten Falle durch ein Vereinsamt vorzunehmen. Die einzige Instanz, die einen medizinischen Befund erstellen darf, ist nach meiner Meinung ein Tiermediziner. Und sobald ein gemäß den Zuchtregeln nicht korrekter Befund von einem Tierarzt vorliegt, dann ist dieses Tier nicht zuchttauglich - ohne jegliche Ausnahme.
Klingt dies in vielen Ohren noch sehr plausibel, so wird eine unmittelbare Folge der Anerkennung so einer Regel, vor allem in den Ohren stark traditionsbewusster Zuchtvereinshaudegen, auf wenig Gegenliebe stossen. Sobald nämlich gemäß den Zuchtregeln KEINE medizinischen Befunde gefunden werden, gibt es auch keinen Grund, diesem Hund die Zuchttauglichkeit zu verwähren. Und genau an dieser Stelle macht sich ein Machtverlust bemerkbar, dem diejenigen, denen diese Macht droht, genommen zu werden, in manchen Fällen mit abenteuerlichen Begründungen entgegen wirken. Als Fazit sehe ich folgendes: Solange große Zuchtvereine nicht in der Lage sind, Regeln zu formulieren, nach denen Tierärzte Befunde erstellen können, um die Zuchttauglichkeit OHNE Entscheidungsbedarf eines Vereinsfunktionärs zu bewerten, solange wird in großen Zuchtvereinen gerade die Frage der Zuchttauglichkeit ein Streitpunkt bleiben, der im schlimmsten Fall einen Verein an den Rand des Zusammenbruchs bringen kann.
Der Aufschrei von Traditionalisten mag nun groß sein, unterlasse ich doch scheinbar den wichtigen Teil des Charakters und des Wesens eines Hundes. Auch hierfür gibt es ja nahezu unzählige Ämter in Vereinen, die sicherstellen sollen, dass kein Hund in die Zucht geht, der nicht ein entsprechendes Wesen aufweist. Diese Ämtern sind oft verwoben mit den Ämtern um Beurteilungen und Zuchtplanungen. Es besteht wohl kein Zweifel darüber, dass man das Wesen eines Hundes nicht mittels medizinischer Befunde bestimmen kann. Ich behaupte sogar kühn, dass die objektive Beurteilung des Wesens eines Hundes so gut wie unmöglich ist. Dass ich damit an traditionellen Ansichten vieler Zuchtkundiger rüttle, ist mir bewusst. Im Grunde aber rüttle ich damit wohl eher an Kompetenzen und Ämtern, an Mitspracherecht-  kurzum: an MACHT.
Das Wesen eines Hundes, so es überhaupt der kleinsten Beurteilung zugängig ist, kann am Besten der Halter beschreiben. Und ich spiele den Ball für die Verantwortung dafür auf den zurück, der letztendlich ja eh für einen Zuchtakt der Alleinverantwortliche ist: der Züchter.
Ein Züchter, der z.B. mit einer aggessiven Hündin riskiert, zu züchten, möge dieses Risiko eingehen.Ich speche jedem Zuchtverein ein Urteil darüber ab. Dies umso mehr, als ja der Verein wohl in keinem Falle irgendeine Verantwortung für die Zuchtergebnisse übernimmt, der Alleinhaftende gegenüber den Welpenkäufern ist doch in nahezu allen Fällen der Züchter , nicht der Verein. Ich möchte nicht ausschliessen, dass es Vereine gibt, die auch als Haftende gegenüber den Welpenkäufern auftreten, aber in allen Fällen, in denen dies nicht der Fall ist, bin ich ich der Meinung, dass sich der Verein aus dieser Frage komplett heraushalten sollte.
Als nächstes gilt es den Bereich zu beleuchten, der sich mit den tierschützerischen Aspekten der Zucht befasst. Natürlich kümmern sich Zuchtvereine auch darum, ob die Züchter tierschutzrelevante Vorraussetzungen für die Zucht erfüllen, wie z.B. notwendige Räumlichkeiten, Ausläufe, aber auch Kenntnisse zur Zucht und Haltung. Aber auch hierfür sehe ich  Lösungsmöglichkeiten. Man könnte andenken, dass man als Verein Tierärzte beauftragt, die vom Verein vorgeschriebenen Regelungen hierfür zu überprüfen und dem Züchter die Regelkonformität bestätigt  - oder eben auch nicht. Die grundsätzliche Idee, dass man auch hier auf keinen Fall Vereinsfunktionäre für die Überprüfung einsetzt, zielt erneut darauf ab, jedweden Reibungspunkt zu vermeiden.

Man mag mir vorwerfen, dass in meinen Überlegungen viel zu viele Bereiche, die in traditionellen Zuchtvereinen intern abgehandelt werden, plötzlich externe Kompetenzträger (in der Regel Tierärzte) kontrollieren sollen. Man mag mir vorwerfen, dass ich damit ja grundsätzlich unterstelle, dass Zuchtvereine intern gar nicht funktionieren können. Ja, ich gebe zu, ich glaube tatsächlich, dass Zuchtvereine ab einer gewissen Größe (ich schätze mal so ab 100 Mitgliedern) nicht mehr auf ein harmonisches Miteinander in jedem Falle setzen dürfen. Jeder hat den besten Hund der Welt - und das ist gut so. Diese für den Hund gute Einstellung eines Halters wird zum Fiasko, wenn so ein Halter jetzt Einfluß in einem Zuchtverein anstrebt und bekommt. 
Es ist vollkommen menschlich, dass man in nahezu allen Zuchtbelangen immer den eigenen Hund vor Augen hat, oder zumindest ein Ideal, das man sich selber macht. Aber nicht die Verfolgung EINES IDEALS eines oder weniger Halter eines Rassehundes führt, nach meiner festen Überzeugung, zu praktikablen und objektiven Regeln - und noch viel weniger zur objektiven Anwendung von Regeln für alle Züchter einer Rasse. Man mag mir vorwerfen, dass die Ideale der Rassen ja in den Standards fixiert sind. Ich bin aber der Meinung, dass Standards viel zu viel Spielraum für Interpretationen lassen und in vielen Fällen eher hinderlich als hilfreich sind. Gerade in Bezug auf Verhinderung von Qualzuchten und Auswüchsen von Modetrends haben Standards zu wenig anzubieten.

Man mag mir auch vorwerfen, dass ich grundsätzlich davon ausgehe, dass in größeren Zuchtvereinen Streit grundsätzlich vorprogrammiert ist. Und ja, ich denke tatsächlich, dass allzu menschliches immer eine Realität ist. Wo Menschen  sich zu Interessensgruppen zusammenschließen, dort sind Menscheleien Alltag. Dies zu leugnen würde ich als weltfremd bezeichnen. Da es in Zuchtvereinen um LEBEWESEN geht, bin ich der festen Überzeugung, dass schon der Respekt vor der Kreatur jede Anstrengung, Menscheleien soweit wie möglich zu verhindern, rechtfertigt. Es geht um das Wohl der Hunde -  nicht um das persönliche Wohl der einen oder anderen Gruppe. Ich glaube tatsächlich, dass mein Ansatz, den ich in den obigen Ausführungen näher erklärt habe, dazu geeignet ist, in vielen Fällen harte Konfrontationen aufgrund allzu menschlicher Züge zu verhindern oder zumindest erheblich zu erschweren. Dem Wohle unserer Hunde kann dies nur zuträglich sein, davon bin ich fest überzeugt.
Habe ich bisher die Vorteile meiner Vorschläge nur im Hinblick auf ein neutraleres Miteinander in Zuchtvereinen dargelegt, so möchte ich auch auf die Vorteile im Hinblick auf Steigerung der Effizienz eingehen.
Wenn man, so wie ich vorschlage, viele bisher in Zuchtvereinen intern durchgeführte Handlungen auf externe Leistungserbringer (zumeist Tierärzte) auslagert, so ist die logische Folge, dass mehr Kapazitäten für andere Tätigkeiten im Verein frei werden. Dies spielt meinem Vorschlag, die Tätigkeiten in Vereinen ressortmäßig auf Vorstandsposten verantwortlich zu verteilen, in die Hände. Wenn mehrere Personen gebraucht werden, um verschiedene Ressorts möglichst autonom zu leiten, dann muss man auf der anderen Seite Kapazitäten freimachen. Die Personen, die sich in Vereinen bisher mit Zuchttauglichkeitsabnahmen beschäftigt haben, würden frei werden und könnten andere Tätigkeiten oder eben sogar Ressorts als Vorstand übernehmen. Aber noch viel interessanter ist der Umstand, dass  Personen, die sich bisher mit konkreten Hunden beschäftigt haben, doch nun Zeit hätten, sich mit der Population an sich zu beschäftigen. Die Beschaffung statistischer Daten zur Rasse ist ein so wichtiger Aspekt für erfolgreiche Rassehundezucht, dass man diesen Sektor unbedingt stärken müsste - und mit freiwerdender Kapazität auch stärken könnte. Kluge Fragestellungen an statistische Daten ist eine logische Konsequenz einer verstärkten Datenerhebung. Auch dafür braucht man Menschen.
Mein Vorschlag, Zuchtvereine in Vorstandsressorts aufzuteilen, die von dem jeweiligen Vorstand möglichst autonom geführt werden, hat aber, wie ich meine, noch einen anderen, nicht zu unterschätzenden Vorteil. Wenn Menschen die Chance haben, ein Ressort, das ihren Neigungen oder ihrer Ausbildung entspricht, autonom gestalten zu können, dann ist dies für nicht wenige ein Anreiz, eine spannende Aufgabe, eine Chance zur Selbstverwirklichung. So ein Amt muss nicht als Last betrachtet werden sondern kann sogar Spass machen.

Noch ein Punkt erscheint mir erwähnenswert. Hundezuchtvereine sind nach meiner Erfahrung oft von Menschen dominiert, die in vielerlei Traditionen feststecken. Damit wird ein Hinterfragen von Traditionen nicht nur erschwert sondern manchmal sogar unmöglich gemacht. Man mag in Traditionen solange verharren, solange es für den Verein und vor allem für die Rasse von Vorteil ist. In schwierigen Phasen eines Vereines (dabei kann es sich um Desinteresse von Seiten der Mitglieder für Ämter handeln, um unüberwindliche Steitereien unter Gruppierungen, um Misstrauen unter Mitgliedern oder Amtsträgern, etc.) halte ich es für unumgänglich, gerade Traditionen zu hinterfragen und auch mal mutig damit zu brechen. Der Fortschritt und die Entwicklung macht auch vor Zuchtvereinen nicht halt.
Sich diesem Fortschritt, auch und gerade im soziologischen, informationstechnischen und auch gesellschaftlichen Umfeld, nicht progressiv zu stellen und den eigenen Standpunkt und die eigene Rolle immer wieder innerhalb dieser Pole neu zu bewerten und auch mal mit Risiko neu zu formulieren, führt auf Dauer zum Stillstand. Stillstand aber ist Rückschritt und kann eigentlich nicht im Sinne eines erfolgreichen Zuchtvereines liegen.
Meine hier formulierten Vorschläge brechen an vielen Stellen mit Traditionen. Ich bin wirklich davon überzeugt, dass der Erfolg eines Zuchtvereines erheblich davon abhängt,  wie weit er es schafft, Traditionen dort zu überwinden, wo sie der Bewältigung von Krisen im Wege stehen. Dass so ein Vorgehen Traditionalisten erst mal schockt, liegt in der Natur der Sache. Für den Erfolg von Zuchtvereinen sind nach meiner Überzeugung Zäsuren manchmal unerlässlich. Es stellt sich die Frage, ob man besser Traditionalisten brüskiert oder Menschen, die in eine Zukunft schauen wollen.Für mich persönlich ist die Antwort klar.

Schlusspunkt meiner Überlegungen sei eine abschließende Bemerkung znm Thema "persönliche Antipathie". In Zuchtvereinen sind nicht immer alle Mitglieder nur FREUNDE. Dies zu fordern wäre in meinen Augen purer Unsinn. Ein Verein ist letztendlich eine Interessensgemeinschaft, weiter nichts. Dass man in einem Verein nicht mit allen Menschen gleich gut auskommt, ist etwas vollkommen normales. Demokratische Strukturen sind in Vereinen ein Grundpfeiler, um dieser einfachen Tatsache Rechnung zu tragen - Mehrheiten entscheiden. 
Kommt es nun vor, dass jemand gegen ein spezielles Mitglied oder einen Amtsträger eine ausgeprägte Antipathie hat, dann ist dies auch erstmal noch nichts ungewöhnliches  und auch etwas durchaus menschliches. Gefährlich wird es, wenn einer oder gar beide der Beteiligten anfangen, mit dieser Antipathie im Verein "hausieren" zu gehen. Stimmung gegen den anderen machen, hinter vorgehaltener Hand tuscheln, die Antipathie gegen den anderen "verbreiten", um des eigenen Vorteils willen oder als Spass an der Freude. Ich persönlich bin der Meinung, dass so eine Handlungsweise, sobald sie von Verantwortlichen Amtsträgern wahr genommen wird, aufs schärfste unterbunden werden muss. Wird so ein Verhalten gar von Amtsträgern praktiziert, so sollten die Mitglieder des Vereines, denen klar ist, dass so ein Verhalten ein Vereinsklima unendlich vergiftet, alles daran setzen, diesen Amtsträger aus dem Amt zu entfernen.
Oftmals wird so ein Verhalten von dem ein oder anderen Vergifter unter dem Deckmantel des "Wohls für den Verein" verkauft. Wer darauf herein fällt, findet sich plötzlich in Situationen wieder, die, wenn man sie ihm einfach vor Augen hält, er selbst für unmöglich halten würde.Dieses Gift ist gefährlich, sehr gefährlich. Gutes Engagement darf nie in Fanatismus umschlagen, damit wird Engagement selbst ins Gegenteil gekehrt. Gerade der oftmals stark emotionsbehaftete Bereich der Hundezucht und der Liebe zum Hund bildet ein offenes Tor für diese Art von Vergiftungsversuchen. 
Sich darüber bewusst zu sein, ist zumindest eine erste Hilfe, dieser Vergiftung zu widerstehen. Ein guter Rat, lautet: IMMER mit den 2 beteiligten Seiten kommunizieren, NIE nur der einen zuhören. 

Samstag, 25. Februar 2012

Wann ist ein Zuchtklub kaputt?

Im folgenden gebe ich meine eigenen, sehr subjektiven Gedanken, zu dem Thema wieder, wann ein Hundezuchtklub so kaputt ist, dass es besser wäre, er würde sich auflösen.
Nehmen sie einmal an, sie sind Mitglied eines Hundezuchtklubs. Dieser Klub verkündet stolz in seiner Vereinszeitung, wie toll alles läuft, wie schön man Hunde züchtet, usw. usf.
In Wahrheit sieht es allerdings so aus, dass die Zahl der Welpen pro Jahr, die in dem Klub erzüchtet werden, sich innerhalb von sagen wir mal 5 Jahren mehr als halbiert hat.
Wenn nun dieser Klub durch seinen Vorstand weiterhin seinen Mitgliedern gegenüber behauptet, dass in der Zucht alles bestens läuft, dann bin ich der Meinung, dass dieser Klub ziemlich kaputt ist, da man tatsächlich glaubt, man könne durch die Verkündung von Wunschdenken, Mitglieder bei der Stange halten.

Stellen sie sich vor, dass sie als Mitglied, das sich für die Belange ihres Klubs interessiert, einige Fragen an den Vorstand ihres Klubs schicken und sie noch andere Aktive des Klubs über diese ihre Anfrage in Kenntnis setzen. Auf ihre Anfrage reagieren einige der "benachrichtigten" Aktiven, aber keiner der Adressaten vom Vorstand. Die reagierenden Aktiven antworten allerdings nicht auf ihre Fragen, sondern empören sich darüber, dass sie sich erlauben, in Bezug auf Angelegenheiten des Vereines überhaupt Fragen zu stellen.
Stellen sie sich vor, sie bekommen Reaktionen wie:

Sehr geehrter Herr xxx, 
haben Sie eigentlich sonst nichts zu tun? Manche Leute haben ein Problem und manche Leute sind ein Problem. Ich überlasse es Ihrer Phantasie, in welcher der beiden Kategorien Sie sich einordnen.


Würde man so eine Reaktion auf eine Anfrage sagen wir mal zu einem Amtsrücktritt bekommen, dann ist es meine feste Überzeugung, dass in so einem Fall ein Zuchtverein maximal kaputt ist.
Ein Umgang dieser Art von Aktiven mit Mitgliedern ist in meinen Augen eine totale Disqualifizierung des so Handelnden. Er hat in meinen Augen nicht die Andeutung eines Rechts auf seinen Posten im Klub. Wird dem so Handelnden aber von der Mehrheit der Klubverantwortlichen KEIN Rücktritt nahegelegt, dann würde ich in so einem Fall davon ausgehen, dass es entweder der Mehrheit der Klubverantworlichen vollkommen egal ist, wie ein Aktiver mit den Mitgliedern umspringt oder aber dass die Mehrheit der Klubverantwortlichen dieses Handeln sogar billigt.
Ich überlasse es dem geneigten Leser, zu urteilen, ob in beiden Fällen ein Verein als kaputt zu betrachten ist.

Sonntag, 29. Januar 2012

Eine kleine Sensation


Ich hab nicht schlecht gestaunt, als ich die verlinkte Anzeige entdeckt hatte.

Eine Ursprungsverpaarung von Chow und Wolfspitz.

Hoffen wir, dass die Welpen gesund sind. Ich wünsche diesen Welpen alles Beste.

 Urtyp Eurasier Welpen